Erótico-Inestable
FIRST CUT
Eröffnung 02.09.2026, 18-22 Uhr
Ausstellungsdauer 02.09.2026 – 23.10.2026
Die Ausstellung findet statt bei:
Plan Up Kooperative,
Ackerstraße 124,
40233 Düsseldorf
Eröffnung 02.09.2026, 18-22 Uhr
Ausstellungsdauer 02.09.2026 – 23.10.2026
Die Ausstellung findet statt bei:
Plan Up Kooperative,
Ackerstraße 124,
40233 Düsseldorf
Bei Erotico Inestable war zuerst der Rahmen. 2017 entwickelten Sebastián Mejía und David Conde in Cali, Kolumbien, eine gemeinsame Künstlerfigur. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, welche Kunst daraus entstehen würde. Seitdem hat sich dieser Rahmen immer weiter gefüllt: mit Bildern, Erfahrungen, Orten, Informationen und Widersprüchen. Erotico Inestable ist dabei keine festgelegte Identität. Sie verändert sich mit dem, was hinzukommt.
First Cut zeigt diesen Prozess über neun Jahre hinweg, von Cali bis Düsseldorf. Ein Material, das in der Ausstellung immer wieder auftaucht, ist der Ziegelstein. In früheren Arbeiten wurde er vor allem benutzt, um Strukturen zu bauen. Jetzt wird der Ziegel selbst bearbeitet. Er wird geschnitten, behauen und bemalt und wird dadurch zu einem Bildträger. Die Arbeiten erinnern dadurch manchmal an Fundstücke. Ein Laptop, eine Obstschale, ein Körper oder eine Kunststoffflasche erscheinen, als wären sie aus einem anderen Zusammenhang herausgenommen worden. Etwas Vertrautes wird zu etwas Fremdem. Besonders die Flasche spielt dabei eine Rolle. Als Pfandflasche ist sie ein Gegenstand, der ständig zwischen Wert und Wertlosigkeit wechselt. Sie wird gefüllt, geleert, zurückgegeben und wieder verwendet. Sie ist Behälter und Inhalt, Ware und Hülle. Diese Vorstellung des Behälters zieht sich durch die Ausstellung.
Eine Wand aus mehr als tausend Fotografien versammelt Momente aus der Geschichte von Erotico Inestable seit 2017. Die Bilder sind nur sechs mal vier Zentimeter groß und ergeben zusammen eine dichte, fast überwältigende Bilderwand. Man könnte sie als Archiv lesen, gleichzeitig erinnern die vielen kleinen Fotografien an das endlose Weiterwischen durch Bilder auf einem Bildschirm. Hier ist dieser digitale Bilderstrom in den Ausstellungsraum gewandert. Um die einzelnen Fotografien zu sehen, muss man näher herangehen. Erst aus der Nähe beginnen die kleinen Bilder ihre eigene Geschichte zu erzählen. In der Mitte der Bilderwand ist ein Stillleben zu sehen. Die einzelnen Fotografien wurden in Flaschenformen geschnitten und zu einer neuen Komposition zusammengefügt.
Das weiße LED Licht im Raum ist ungewöhnlich hell und bringt die Dinge fast an die Grenze der Überbelichtung. Manche Konturen verschwinden, andere werden dadurch umso deutlicher. Im Schaufenster sitzt ein Körper in einer Art White Cube, der vollständig mit weißer Folie umhüllt ist. Nur die Beine ragen aus der Konstruktion heraus. Die Füße baden in einem Massagebad mit Wasser und Schaum. Der Körper ist gleichzeitig ausgestellt und versteckt. Er sitzt mitten im öffentlichen Raum und bleibt doch in seinem eigenen kleinen Ausstellungsraum eingeschlossen.
Besuch nach Vereinbarung:
j.burch [at] tigerundburch.de (j[dot]burch[at]tigerundburch[dot]de)
+49 172 3805228
Öffnungszeiten werden auf Instagram bekannt gegeben
@pizpalue_projects
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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